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Bali: Affenwälder


Auf Bali gelten eine Menge verschiedener Tiere als heilig und neben Schlangen und Fledermäusen auch die Affen der Insel, die man als Nachkommen des Affengenerals Hanuman ansieht. Die Makaken treten an einer Menge Orte überall auf der Insel auf, wer sie jedoch in größeren Gruppen sehen möchte, der muss sich in einen der drei großen "Affenwälder" begeben. Da sie von den Einheimischen als heilig verehrt und damit auch nicht weiter von ihnen gestört werden, haben die Affen größtenteils keinerlei Angst vor den Menschen. Sie sind sogar mittlwerweile so sehr an die vielen Touristen gewöhnt, dass sie sich gelegentlich recht dreist und manchmal sogar aggressiv verhalten. Beim Besuch einer der Affenwälder Balis empfiehlt es sich auf jeden Fall Brillen, Schmuck und Mützen vor dem Zugriff der neugierigen Primaten in Sicherheit zu bringen (ansonsten kann man sich ja günstigen Ersatz in einem der vielen Souvenirshops besorgen).

Horrorgeschichten über extrem aggressive Affen in den jeweiligen Wäldern gibt es inzwischen zur Genüge und man hört sie eigentlich überall, oftmals ergibt sich diese Aggressivität jedoch nur durch falsches Verhalten der Touristen.Extrem aggressives  Affen-Baby ;-) Bei allen drei großen Affenwäldern wollen die Einheimischen an den Eingängen noch ein schnelles Geschäft machen und verkaufen Futter (Nüsse, Bananen, etc.) zu total überhöhten Preisen an die Touristen. Von den meisten Besuchern wird dies leider auch gerne in Anspruch genommen, schließlich möchte jeder gerne ein Foto mit einem Affen auf der Schulter oder dem Arm für Zuhause haben. Das Problem dabei ist jedoch, dass sich die Tiere recht schnell an das gefüttert werden gewöhnt haben und sich daher ihr Futter nicht mehr selber im Wald suchen, sondern sich lieber ihre Mahlzeit durch Betteln und Kreischen direkt von den Touristen holen. Dabei bedienen sich die Affen auch oftmals der Einschüchterung und kommen mit gefletschten Zähnen herbeigerannt, was viele ängstliche oder schreckhafte Besucher dazu veranlasst, das ganz Futter einfach fallen zu lassen. Die Affen haben sich mitlerweile schon verdammt gut an diese überaus erfolgreiche Strategie gewöhnt. Mit ein paar einfachen Verhaltensregeln wird der Besuch in einem der Affenwälder aber problemlos zu einem schönen Erlebnis. Affen haben nun mal auch Krallen und wenn man möchte dass die Tiere an einem herumklettern, sollte man sich evtl. lange Kleidung anziehen. Die Tiere sind vormittags natürlich noch extrem hungrig und daher viel aggressiver als am Nachmittag, wenn sie sich schon die Bäuche vollgeschlagen haben. Wer die Affen füttern möchte, der sollte dies immer mit ruhigen Bewegungen tun und das Futter (am besten sind natürlich Bananen) einzeln locker in der Hand halten, so dass man es immer leicht fallen lassen kann. Auf keinen Fall sollte man die ganze Bananenstaudestaude für die Affen sichtbar festhalten, sondern eher im Rucksack verstauen und in Abwesenheit der Tiere nur einzelne Bananen hervorholen (ansonsten versuchen sie nämlich auch mit Gewalt das komplette Futter auf einmal zu bekommen). Bei all dem Gekreische und Gebahren der Affen sollte man jedoch auch nicht vergessen, dass der Mensch wesentlich größer und stärker ist, und das die Affen bei sicherem Auftreten leicht einzuschüchtern sind (das heisst natürlich nicht, dass man es auf eine direkte Konfrontation ankommen lassen sollte). Auf gar keinen Fall sollte man jedoch versuchen sie zu schlagen oder mit etwas zu bewerfen, denn dies wird als Angriff gewertet (was es ja auch ist) und die ganze Gruppe wird versuchen sich aggressiv zu verteidigen.

Ubud: (Eintritt 10.000 IDR)
Der abwechslungsreiche Affenwald in Ubud ist eine wirkliche Touristenattraktion,Im Affenwald von Ubud doch auch hier sind die Affen vormittags natürlich noch ziemlich frech. Am zentralen Platz kurz nach dem Eingang tummeln sich die meisten Affen und warten gierig darauf, von den Touristen gefüttert zu werden. Wer sich ruhig auf eine der Stufen am Rand setzt, kann dabei eine Menge lustiger Situationen zwischen Mensch und Tier beobachten. Vom Zentralplatz aus führen mehrere Wege in die umliegenden Teile des Waldes, die von den meisten Touristen jedoch gar nicht erst besucht werden. Einer dieser Pfade führt direkt zum Tempel und seinen grotesken Steinstatuen, während ein anderer den Hügel hinauf zum Gehege der Rehe und von dort aus zur Rückseite des Tempels führt (welcher übrigens nicht betreten werden darf). Der mit Abstand schönste Teil des Affenwaldes liegt jedoch unterhalb des Platzes direkt am Fluss. Folgt man dem Pfad hinunter gelangt man schon bald über eine von Luftwurzeln umsäumten Brücke zu einem kleinen Quellheiligtum. Mit den bemoosten Steinen, den riesigen Statuen der Komodo-Warane und dem Dschungel drumherum könnte die ganze Szenerie eigentlich auch direkt als Kulisse für einen Indiana Jones Film dienen. Folgt man dem Pfad weiter entlang des Flusses und schaut dabei mal etwas genauer links und rechts auf den Waldboden, hat man obendrein eine gute Chance Schlangen zu entdecken. Von den drei Affenwäldern auf Bali hat mir persönlich der in Ubud am besten gefallen (jedoch nicht unbedingt wegen der Affen, sondern vielmehr wegen der verschiedenen Sehenswürdigkeiten im Wald).

Sangeh: (Eintritt 10.000 IDR)
Statue am Eingang von SangehWer noch bis vor einigen Jahren einen Affenwald auf Bali besuchen wollte, der wurde fast immer nach Sangeh gefahren. Glaubt man den Aussagen der lokalen Guides, so sind dort die Affen jedoch angeblich zu agressiv geworden. Wenn man heute mal nach Sangeh fragt, schütteln die meisten Guides daher den Kopf und raten von einem Besuch ab. Ich muss aus eigener Erfahrung jedoch sagen, dass ich ehrlich gesagt nicht weiss warum, denn dieser Affenwald ist auch nicht "schlimmer" als die anderen Wälder und zum "Schutz" wird natürlich auch noch ein Guide mitgeschickt (der versucht aber eigentlich nur die Touristen davon zu überzeugen, gegen eine 'kleine' Gebühr ein Foto von sich und den Affen machen zu lassen). Der Affenwald von Sangeh besteht aus einigen Hektar Muskatnußbäumen, der von Hunderten von Affen (3 große Familien) bevölkert wird und an dessen Eingang eine riesige Statue steht, die wahrscheinlich mehr Schrecken verbreitet als alle Affen zusammen. Extrem anstrengend ist in Sangeh allerdings hinterher noch der Gang vorbei an den unzähligen Souvenir-Shops mit ihren aufdringlichen Verkäufern, die einem alle das Gleiche verkaufen wollen (im Grunde genommen sind die schlimmer als die Affen). Da heißt es entweder Augen zu und durch, oder aber einfach den Weg verlassen und an einer der Hütten vorbei zum Parkplatz abkürzen. Ein Besuch dieses Affenwaldes lohnt sich eigentlich nicht wirklich, vor allem weil der Wald von Alas Kedaton in der Nähe liegt und wesentlich billiger ist.

Alas Kedaton: (Eintritt 3.300 IDR)
Wenn es um Affenwälder geht, ist das neuste Ziel der meisten Tour-Guides inzwischen der 12.000 ha grosse Wald von Alas Kedaton,Makake im Alas Kedaton einige Kilometer nördlich von Mengwi, der ganz nebenbei auch mit Abstand der günstigste der drei Affenwälder ist. Auch hier heftet sich leider bereits direkt am Eingang ein Guide an die Fersen jedes Besuchers und weist einem den Weg zu den Affen, den man selbstverständlich auch ohne Probleme alleine findet. Hinterher führt er die Touristen dann zu seinem Shop, wo man aus lauter Dankbarkeit für die überflüssige Führung unbedingt etwas kaufen soll. Man braucht aber absolut kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man den Laden wieder verlässt ohne etwas gekauft zu haben. Dem eigentlich Pfad kann man einmal um den (nicht zugänglichen) Tempel herum folgen und den Makaken bei ihrem lustigen Treiben zuschauen, welche sich vor allem auf dem kleinen Vorplatz und in der erfrischenden Wasserrinne vergnügen. Das besondere an Alas Kedaton ist, dass man hier neben den Affen auch noch eine große Kolonie von Flughunde zu Gesicht bekommt. Die Tiere hängen den ganzen Tag kopfüber an den Bäumen hinter dem Tempel und fächeln sich mit den Flügeln Luft zu. Wie bereits in Sangeh, ist aber auch hier das anschließende Spießrutenlaufen vorbei an knapp 200 Souvenier-Shops ziemlich nervig. Ein Abkürzen des Weges ist dabei leider nicht möglich. Alles in allem ist Alas Kedaton aber ein sehr schöner Affenwald, der noch nicht so stark von den Touristen frequentiert wird.

Buyan-See: (kein Eintritt)
Auch im zentralen Hochland von Bali hat man die Chance einige Affen zu beobachten. Oberhalb des Buyan-Sees, kurz nach der Spitzkehre der Strasse hinunter zum Bratan-See tummelt sich direkt neben der Strassenbegrenzung ebenfalls eine Horde halbwilder Makaken, welche man sich kostenlos aus der Nähe anschauen kann. Natürlich gibt es auch hier einen kleinen Stand, der Futter-Obst verkauft. Zum Schutz vor den Affen ist dieser aber komplett vergittert und fast sieht es so aus, als ob die Tiere zur Abwechslung einmal den Menschen zur eigenen Belustigung im Käfig halten. Eigentlich eine ganz nette Vorstellung :-)Affen in Ulu Watu

Luhur Ulu Watu: (Eintritt 3.000 IDR)
Im Tempel Luhur Ulu Watu an der Südspitze von Bali, hat man neben der Besichtigung eines der Haupt-Meeresheiligtümer auch noch die Möglichkeit einigen Affen von Angesicht zu Angesicht zu begegnen. Da sie noch nicht so sehr an das Füttern durch die Touristen gewöhnt wurden, sind die Tiere hier eigentlich ziemlich friedlich. Dafür machen sie sich aber einen Spass daraus lose Gegenstände (z.B. Mützen, Brillen, Taschen, etc.) zu klauen, welche man entweder durch hartnäckiges Warten oder gegen Eintausch von etwas essbaren oder interessanteren wiederbekommt.





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