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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Mahé, Viktoria, Praslin, La Digue, Curieuse, Cousin, Les Sťurs (Sister Island), Traumstrände, Tauchen Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Inseln des Überflusses


Honeymoon im Paradies
(16.05.2004 - 08.06.2004)


2. Teil: La Digue 2. Teil: La Digue

1. Teil: Mahé

Planung:
Die Planung unserer Flitterwochen beschränkte sich auf die frühzeitige Buchung eines günstigen Fluges ohne Zwischenlandung und einen Mietwagen für die ersten drei Tage auf Mahé (es stellte sich erst später raus, dass es günstiger ist einen Mietwagen vor Ort zu mieten). Da Christina auf La Digue einen Tauchkurs machen sollte, haben wir uns dort ein nettes kleines Gästehaus über das Internet gesucht (La Calou) und uns für ein paar Tage ein Zimmer reserviert. Die Planung der übrigen Tage sollte recht flexibel bleiben, da wir nicht genau wussten, was die Inseln zu bieten haben und wie lange wir auf jeder einzelnen bleiben wollten. Es war nur klar, dass die Reihenfolge der drei Hauptinseln Mahé, La Digue und Praslin sein sollte. Alles andere würde sich schon vor Ort ergeben :-) In der Woche zwischen der Hochzeit und dem Abflug habe ich noch ein paar Recherchen zwecks Tipps und Sehenswürdigkeiten im Internet angestellt und genügend Bargeld und Reiseschecks von der Bank geholt.


Abreisetag (So., 16.05.04):
Da unser Zubringer-Flug von Münster nach Frankfurt erst am Abend ging, hatten wir genügend Zeit um auszuschlafen und dann in Ruhe unsere Rucksäcke zu packen. Obwohl man für die Seychellen ja wirklich nicht viel Kleidung braucht, hatten sie hinterher doch ein ganz schönes Gewicht. In Münster haben wir das direkt bis zu den Seychellen durchgecheckt und sind mit etwas Verspätung Richtung Frankfurt abgehoben. Nach einem sehr kurzen Aufenthalt ging es mit dem Flieger um 20:30 Uhr endlich Richtung Sonne. Zum Glück (vor allem für mich) war das Flugzeug nicht voll ausgebucht, so dass wir uns auf mehreren Sitzen ausbreiten und bequem schlafen konnten. Schließlich wollten wir ja für den ersten Tag im Paradies ausgeruht sein.

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1. Tag (Mo., 17.05.04):
Etwas früher als vorgesehen landeten wir morgens um 8 Uhr auf dem Flughafen von Mahé. Noch rasch durch die Zollabfertigung und dann konnte die Entdeckung der Insel beginnen. Schon die Aussicht vor dem Flughafen machte Lust auf mehr: die Sonne schien, alles war grün und im Hintergrund ragten die bewaldeten Berge in den Himmel.Octopus-Fischer Auf dem Parkplatz nahmen wir schnell und unkompziert unseren Mietwagen (einen kleinen Daihatsu) entgegen und los ging es auf der Küstenstrasse Richtung Süden. An den Linksverkehr hatte ich mich auch ziemlich schnell gewöhnt. Am Anse Royale erfolgte unser erste Stopp. Es ist mit Sicherheit nicht der schönste Strand auf den Seychellen, aber auch er zog uns schon mit seinem weißen Sand und einer ins Meer wachsenden Palme in seinen Bann. An der Anse Bougainville weiter im Süden konnten wir einen Octopus-Fischer hautnah bei der Arbeit beobachten, wie er im seichten Wasser zwischen den Felsen das Abendessen für seine Familie fing. Auf dem weiteren Weg die Küste entlang stoppten wir an der Anse Marie-Louise, von wo aus unser Fussmarsch zur angeblich recht schönen Anse Capucins startete. Hinter dem "Chaltes d´Anse Forbans" führte uns ein 45minütiger (manchmal schwer zu erkennender) Weg an Häusern vorbei und durchs Dickicht bis zur Anse Capucins.Anse Capucins Die kurze Wanderung hatte sich wirklich gelohnt, denn vor uns lag eine traumhafte Bucht die wir obendrein ganz für uns alleine hatten. Hier überzeugten wir uns das erste mal davon, dass das Meer auf den Seychellen wirklich Badewannentemperatur hat :-) Die Muschelsuche von Tina wurde dann obendrein noch mit dem Fund eines riesigen Exemplars belohnt. Da der weitere Weg bis zur Petit Boileau total zugewachsen war (ohne Machete war hier absolut kein Durchkommen) traten wir dann irgendwann den Rückweg zum Auto an. Wir folgten der Strasse durchs Landesinnere bis zur Anse Intendance an der Westküste, einem langen Sandstrand mit türkisblauem Wasser und schöner Brandung. Ein absoluter genialer Badestopp! Nach der erfrischenden Abkühlung folgten wir der Küstenstrasse bis zur Anse Gaulettes, wo natürlich wieder ein Badestopp eingelegt wurde. Der Strand besticht durch seinen feinen Pulversand und eine traumhafte Kulisse mit weit ins Meer wachsenden Palmen. Anschließend erfolgte auf dem weiteren Weg Richtung Norden ein kleiner Abstecher zur Petit Anse.Palmen an der Anse Gaulettes Ich hate im Reiseführer zwar gelesen, dass es dort vermehrt zu Diebstählen kommen soll, hielt dies allerdings für ein Gerücht. Dieses hat sich jedoch leider schnell bestätigt, denn schon auf dem Weg durch den Wald hinunter zum Strand kam uns ein anderes deutsches Pärchen entgegen, denen beim Baden sämtliche Sachen geklaut worden waren. Die Diebe schlagen sich an diesem Strand sofort ins Unterholz und sind dann meistens nicht mehr aufzufinden. Da die beiden ebenfalls erst an diesem Tag angereist waren, traf es Sie natürlich besonders schwer. Wir halfen erst einmal mit Klamotten aus und zum Glück tauchten nach gemeinschaftlicher Suche mit der Polizei und ein paar Einheimischen zumindest die Autoschlüssel und die Pässe wieder auf (mit solchen Sachen können die Diebe nichts anfangen und werfen sie meistens weg). Uns war die Lust auf diesen Strand jedenfalls vergangen. Für uns ging es anschließend weiter an der Küste entlang nach Nordwesten bis nach Port Glaud, wo wir uns ein Hotel suchen wollten. Leider wurde uns schnell bewusst, dass dies schwieriger war, als ich angenommen hatte. Auf unserer Suche fuhren wir die Hauptstrasse weiter nach Norden, drehten schließlich um und suchten Richtung Süden weiter. Entweder waren die Hotels geschlossen oder aber man bekam nur Zimmer zu absolut unparadiesischen Preisen (250 € und mehr!). Mittlerweile war es stockdunkel, als uns schließlich im Chateau d'Eau (übrigens auch geschlossen) von einer freundichen Pferdepflegerin geholfen wurde. Sie telefonierte nur einmal kurz und besorgte uns ein Zimmer im 'Rose Garden', einem traumhaften Hotel mit moderaten Preisen (90 €) direkt an der Sans Souci Road kurz vor der Ostküste. Also rein ins Auto und quer über die Insel nix wie hin zum Hotel. Beim Anblick der wunderschönen Zimmer - jedes Zimmer ist in einer andeen Frabe mit Rosenmotiven hergerichtet - haben wir uns direkt für zwei Nächte einquartiert. Länger war leider nicht möglich, da es anschließend wieder ausgebucht war. Nach einem herrlichen Abendesssen (super Küche und Service!) und etwas Wein schliefen wir dann auch völlig geschafft ein.

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2. Tag (Di., 18.05.04):
Heute stand ersteinmal die Besteigung des Morne Blanc auf dem Programm und so fuhren wir nach dem Frühstück die Sans Souci Road zurück nach Westen und parkten unseren Wagen direkt bei der Tee-Fabrik. Der Pfad den Berg hinauf beginnt ca. 200 m oberhalb der Teefabrik auf der linken Seite.Blick vom Morne Blanc Man sollte für den etwa 40minütigen Aufstieg unbedingt festes Schuhwerk tragen und wegen der Hitze nach Möglichkeit vormittags aufbrechen. Nur wenige Touristen erkunden die Bergregionen und so ist man in den meisten Fällen alleine in der Natur unterwegs. Der steile Weg führt entlang von einigen gelben Markierungen über Stufen zunächst durch lichten Wald und anschließend durch den ursprünglichen Regenwald des Morne Seychellois National Park. Im oberen Teil sollte man keinesfalls den Pfad verlassen, da es immer wieder tiefe Felsspalten und Grotten gibt, die unter Umständen schwer zu erkennen sind. Nassgeschwitzt oben angekommen, konnten wir von der Plattform aus den herrlichen Ausblick über die gesamte Westküste von Mahé genießen. Das sollte man sich keinesfalls entgehen lassen! Unsere kleinen Imbisseinlage schloss sich dann auch eine absolut zutrauliche Eidechse an :-)Sauzier-Wasserfall Gestärkt ging es danach den Weg zurück bis hinunter zum Auto. Jetzt war eine kleine Abkühlung angesagt und so fuhren wir zum Sauzier-Wasserfall in Port Glaud. Wir konnten den ganzen Weg bis rauf zum Parkplatz mit dem Auto fahren. Ein kurzer Fussweg führte vorbei an einem kleinen Zoo (ich meine wirklich klein :-)) direkt zum Wasserfall, wo wir unsere Wasservorräte aufgefüllt und eine lange Badepause eingelegt haben. Zurück an der Küste von Port Glaud liess Tina es sich natürlich nicht nehmen auch noch zu einer kleinen vorgelagerten Insel hinauszuschwimmen. Von dort aus ging es zurück über die Paßstrasse zur alten Mission, von wo man ebenfalls eine schöne Aussicht auf die Westküste der Insel hat. Es war erst früher Nachmittag und so entschieden wir uns zu einer Spritztour um die komplette Nordspitze herum. Über Viktoria und Beau Vallon ging es immer an der Küstenstrasse entlang bis zurück nach Viktoria. Die Tour war ziemlich unspektakulär und langweilig (es gibt eigentlich nur ein paar Villen zu sehen) und somit ließen wir den Nachmittag am Strand von Beau Vallon mit einem herrlichen Sonnenuntergang auklingen. Für das Abendessen entschieden wir uns für das Restaurnt 'Bord a Mar' in Beau Vallon, welches nach eigenen Angaben ein creolisches 4-Gänge Menu servierte. Mit 85 SR war es zwar günstig, aber dafür auch ziemlich fad und ohne jede creolische Note. Empfehlen können wir dieses Restaurant daher nicht. Nach der Heimfahrt zum Hotel krochen wir dann auch direkt ins Bett, um fit für den nächsten Tag zu sein.

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3. Tag (Mi., 19.05.04):
Heute war der letze Tag mit dem Mietwagen. Nach einem köstlichen Frühstück brachen wir nach Viktoria auf, wo wir uns im Hafen für den Freitag Tickets für die Katamaran-Fähre nach Praslin kauften (40 €, 1 Std. Fahrtzeit). Die Anschlußtickets für die Weiterfahrt nach La Digue bekommt man erst auf Praslin. Anschließend suchten wir uns für die Nacht (wir wollten es nicht erst wieder auf den letzten Drücker tun) ein kleines Guesthouse ('Sunrise') bei einer sehr netten asiatischen Familie in Viktoria. Es war bei weitem nicht so luxuriös wie das 'Rose Garden' (mit 80 € aber fast genauso teuer), lag dafür aber recht zentral.Im Vilaz Artizanal Danach folgten wir der Strasse wieder Richtung Süden bis nach Cascade, wo wir uns einen weiteren Wasserfall anschauen wollten. Der Weg zweigt direkt vor der Kirche nach rechts ab und führt den Berg hinauf bis zu einem Parkplatz an einer Schule. Von dort ging es zu Fuss den Pfad direkt hinter dem Fluss links den Berg hinauf. Auf dem 20minütigen Marsch gab es so gut wie keinen Schatten und oben angekommen mussten wir feststellen, dass statt eines Wasserfalls nur ein kleines tröpfelndes Rinnsal vorhanden war :-( Das hatte sich also so gar nicht gelohnt und nach einer kleinen Erholungspause ging es den ganzen Weg wieder hinunter. Mit dem Wagen ging es nun weiter Richtung Süden zum 'Vilaz Artizanal', enem kleinen Künstlerdorf kurz nach der Abzweigung der Montagne Posèe Road (auf das Schild für das Restaurant 'Vye Marmit' achten). In diesem Dorf kann man sich Holzhäuser im creolischen und viktorianischen Stil anschauen und nebenbei einigen Handwerken über die Schulter blicken. Besonders interessant fanden wir die Schiffsbauer, die ca. 230 Arbeitstunden an einem Modell sitzen. Am Nachmittag zog es uns dann zum Schnorcheln und Baden an die Anse Royale, die hierfür geradezu wie geschaffen ist. Ein besonders gutes Schnorchelrevier ist die kleine vorgelagerte Insel am Nordende des Strandes. So erholten wir uns bis zum Abend, bevor wir zurück zum Guesthouse fuhren, wo uns für 15 € ein Spitzen-Abendessen serviert wurde :-) Da tat der folgende Verdauungsspaziergang durch Viktoria richtig gut. In der Stadt selber war aber gar nichts mehr los, denn scheinbar werden hier die Bürgersteige um 18 Uhr hochgeklappt. Nur in der In-Kneipe von Viktoria, dem 'Pirates Arms' waren noch Leute anzutreffen. Die Musik machte zwar ein Kerl mit einem Keyboard (hörte sich an wie nach der 10. Klavierstunde) und von Cocktails haben die leider auch keine Ahnung, dafür gab es jedoch leckeres Bier vom Fass :-) Das war dann auch genau der richtige Schlummertrunk.

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4. Tag (Do., 20.05.04):
Wir mussten früh aufstehen und den Wagen zurück zum Flughafenbringen bringen. Begkleitet wurden wir dabei von dem ersten Regen, welcher jedoch schon nach kurzer Zeit aufhörte. Mit dem Bus ging es anschließend zurück zum Guesthouse, wo wir frühstückten und uns noch einmal für eine Stunde aufs Ohr hauten. Der Markt von ViktoriaIrgendwie waren wir doch ziemlich kaputt. Gegen 10 Uhr starteten wir dann endlich unseren Stadtbummel durch Viktoria, die wahrscheinlich kleinste Hauptstadt der Welt. Alles in allem ist diese Stadt extrem sauber, was ich ehrlich gesagt nicht unbedingt erwartet hätte. Die Hauptstrasse entlang ging es vorbei an den kleinen Souvenirständen bis zum Clock Tower, einer kleinen (und häßlichen) Nachbildung eines Uhrturms in London. Von dort aus folgten wir der Revolution Avenue und bogen dann rechts Richtung Markt ab, wo das Leben nur so tobt. Unten wird Fisch, Obst und Gemüse verkauft und oben auf der Gallerie findet man einige Souvenirläden.Frische Kokosnuss :-) Den Besuch des Marktes mit all seinen Gerüchen und Farben sollte man auf jeden Fall einplanen! Hier trafen wir auch das deutsche Pärchen wieder, welches am ersten Tag bestohlen wurde. In den Strassen rund um den Markt findet man übrigens viele interessante und günstige Geschäfte. Nun ging es zurück zum Clock Tower, wo wir auf einer Bank eine kleine Vespa einlegten und anschließend die Independence Avenue (das Pirates Arms war tatsächlich schon wieder voll) und 5th June Avenue entlang Richtung Mont Fleuri bis zum Botanischen Garten (5 €). Im Kiosk am Eingang zum Botanische Garten kann man sich auch detaillierte Wanderkarten für bestimmte Trekking-Routen auf Mahè kaufen (5 SR). Wir genossen den kleinen, aber schönen Rundgang durch die heimische Flora der gepflegten Anlage und hatten dabei Gelegenheit, uns die großen Fruchtfledermäuse und Riesenschildkröten aus der Nähe anzuschauen. Am späten Nachmittag schlugen wir den Rückweg zum Guesthouse ein, wo wir ganz überraschend in den Genuss einer frisch geknackten Kokosnuss kamen :-) Wir verbrachten die Zeit bis zum Abendessen vor unserem Hotelzimmer und schauten den Kindern in der Schule nebenan beim Tanzunterricht zu. Mit vollem Bauch (war wieder einmal ausgezeichnet) ging es zurück ins Zimmer zum Rucksack packen und ausschlafen.


2. Teil: La Digue 2. Teil: La Digue